Bericht Preisverleihung Jugendpreis "ausgezeichnet! 2010"

„Damals als ich einen Schulstreik organisierte, gab es einen Verweis, den habe ich heute noch.“ So kommentierte Karl-Heinz Hummel vom Stadtjugendamt die Preisverleihung an die Schüler/innen-Initiative München, die einen Bildungsstreik organisierte und dafür von ihm den Sonderpreis „Bildung“ des „ausgezeichnet! 2010“ bekam. Am Freitag, den 8. Oktober ab 18 Uhr ging es im Feierwerk ganz festlich zu. Etwa 80 Kinder und Jugendliche, begleitet von Pädagog/innen, Eltern, Freundinnen und Freunden kamen mit ins Orangehaus, um gemeinsam zu feiern. Bis kurz vor den Sommerferien wurden 18 preisverdächtige Projekte eingereicht. Im Herbst entschied eine jugendliche Jury, wer davon tatsächlich ausgezeichnet werden sollte.

Die Preisträger/innen sind Jugendliche vom Multikulturellen Jugendzentrum (KJR), die ihr eigenes Tonstudio bauten, jungen Flüchtlingen (AWO) die anderen jungen Flüchtlingen Hilfestellungen in der neuen und fremden Umgebung geben und drei Mädchen, die im Quax Benefizkonzerte für die Kindernothilfe organisieren. Die Anerkennungspreise bekamen junge Flüchtlinge (Heimaten e.V.), die sich gegenseitig unterstützen und dafür einen Raum als gemeinsamen Treffpunkt organisierten sowie Merlin, ein neunjähriger Junge, der mit dem Erlös von Spielzeugverkauf armen Kindern hilft. Andreas Görres (A 24) der die Urkunde übergab, war so angetan, dass er Merlin ein Fahrrad schenkte mit dem Kommentar: „Aber nicht gleich verkaufen.“ Edite Domingos, eine junge Künstlerin, die vor fünf Jahren einen Preis bei Jugend musiziert erhielt, sorgte mit ihrer Darbietung für Stimmung in der Halle. Johannes Mathes (Caritas), Jutta Koller (GRÜNE), Andreas Görres (A 24) und Karl-Heinz Hummel (Jugendamt), zollten mit der Übergabe der Urkunde und der Trophäe, eine ganz besondere Lampe, die eigens von Marius vom IMAL entworfen wurde, den Jugendlichen Respekt. Die Vorbereitungsgruppe (Marion Schäfer, Renate Grasse, Barbara Klöver und Klaus Martens) gab noch einen Extrapreis an Jutta Koller, die sich seit vielen Jahren für Partizipation von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Diese war derart überrascht, dass sie für einen Moment sprachlos auf der Bühne stand. Nach so vielen festlichen Reden freuten sich alle Beteiligten auf das Büfett und auf die Möglichkeit, andere Preisträger/innen kennenzulernen. Die stolzen Eltern und Betreuer/innen warteten indes tapfer und hatten auch ihren Spaß.

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